Ergiebige Niederschläge

Wasser ist wichtig, für die Natur, für uns und natürlich auch für unsere Reben. Doch des Guten kann es auch zu viel geben. Seit Anfang Mai betrug die Niederschlagssumme an der Mosel über 280 Liter je Quadratmeter. Die Reben stehen üppig und die Gründüngung wächst außergewöhnlich gut. Nach einer schwierigen Rebblüte beginnen sich allerdings nun auch die Pilze in den Weinbergen zu verbreiten. Auch mit den regelmäßigen Pflanzenschutzmaßnahmen können wir hier nur begrenzt entgegenwirken. Was uns jetzt fehlt ist einfach ein richtiger Hochsommer. Trockene 30° C über mehrere Wochen, laue Sommerabende auf der Terrasse und das Gefühl von echter Lebensfreude. Noch hat der Wetterbericht diese Umstellung nicht angekündigt, doch sie wird kommen. „Ein Wetter lässt dem anderen nichts nach“, lautet eine alte Bauernregel. Demnach erwarten wir spätestens zur Reifung der Trauben unser traumhaftes Sommerwetter.

Ergiebige Niederschläge

Verrieselt

Alles sehnt sich nach dem Sommer. Nicht nur wir Menschen, auch unsere Reben bräuchten dringend trockene und warme Tage.  Die Rebblüte ist zwar beendet, doch das Ergebnis ist nicht überall befriedigend. Als selbstbefruchtende Zwitterblüte ist der Weinstock zwar nicht auf die Hilfe der Bienen angewiesen, doch trocken und warm sollte es schon sein. Die Feuchtigkeit der vergangenen Wochen war daher für die Reben totaler Stress. Sie führte vor allem beim Chardonnay dazu, dass viele Blüten nicht befruchtet werden konnten. Die Blüte „Verrieselt“ und die nicht bestäubten Beeren werden vom Fruchtstand abgeworfen. Schade, nach dem Spätfrost im Mai nimmt sich nun der verregnete Juni einen weiteren Teil der Ernte.

Trotz alledem sehen wir die Entwicklung draußen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Die meisten Weinberge stehen trotz der Niederschläge noch sehr gut da, wir sind von größeren Pilzinfektionen noch verschont geblieben und es sind noch keine Schäden durch Trockenheit entstanden. In zweieinhalb Monaten steht die neue Ernte an und wir hoffen natürlich wieder eine gute Qualität einzufahren.

Verrieselt

Gardenparty

Pünktlich zu unserer jährlichen Weinprobe bei meinem Bruder Stefan und seiner Frau Ingrid in Cambridge endete in England ein dreiwöchiger Landregen. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir am Samstag, den 12. Mai unseren Freunden und Kunden den neuen Jahrgang in bester Form präsentieren. Mit großem Interesse und Begeisterung wurde der 2011er Wein verkostet und geordert. Auch für uns ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis, mit einem internationalen Publikum über die Weine zu fachsimpeln und die Ergebnisse des letzten Weinjahres zu diskutieren. So steigen auch hier Interesse und Nachfrage nach leichten und fruchtbetonten Weinen.

Nach dieser gelungenen Veranstaltung freuen wir uns bereits jetzt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr. Vorab jedoch nochmals herzlichen Dank an unsere Gastgeber Ingrid und Stefan.

Gardenparty

Neues Wachstum

Es ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend, wenn das Wachstum der Reben beginnt. „Austrieb“ nennen wir den Start in die neue Vegetationsperiode. Der komplette Sommertrieb ist mit seinen Gescheinen, Blättern und Ranken bereits in der Winterknospe fertig vorgeformt. Durch Zellteilung und Streckung werden die Organe der Rebe vergrößert und damit funktionsfähig. Die Energie für diesen ersten Wachstumsschritt zieht die Pflanze dabei nur aus den Reservestoffen des alten Holzes und der Wurzeln. Die kühle Witterung der letzten Wochen hat den Austrieb in diesem Jahr etwas verzögert. Nach den reichlichen Niederschlägen der vergangenen Tage kann die Natur jedoch bei nun steigenden Temperaturen aus dem Vollen schöpfen und damit täglich zulegen.

Neues Wachstum

Wir bauen weiter

In den letzten Tagen haben wir einen weiteren Bauabschnitt in unserem Weingut begonnen. Bereits im Jahre 1975 errichteten meine Eltern eine rustikale Probierstube um ihre Erzeugnisse den Weintrinkern in einer angemessenen Atmosphäre zu Präsentieren. Seit dieser Zeit ist der Anspruch an uns und unsere Weine stetig gestiegen. Nicht nur regional, sondern auch international möchten wir heute mit unseren Gewächsen konkurrenzfähig sein. Mit dem uns eigenen „Scholtes-Profil“ sind wir dabei offensichtlich auch für viele unserer Kunden auf dem richtigen Weg. Dieses individuelle Profil möchten wir mit der Umgestaltung  der ehemaligen Probierstube zu einer modernen Vinothek nochmals unterstreichen.

Natürlich beginnt auch bei uns ein Umbau erst einmal mit dem Abriss des Alten und dem dazugehörigen Staub und Dreck. Danach ist der Weg frei für die Handwerker. Wenn alles nach Plan verläuft sind die neuen Räumlichkeiten ab Mitte Mai nutzbar. 

Wir bauen weiter

Verkostung

Manchmal sind es weite Wege die wir zu unseren Kunden zurücklegen. So hatten wir am vergangenen Wochenende in Tondern in Dänemark unsere Weinfreunde vor Ort  zu verschiedenen Weinproben eingeladen. „Erleben und Erschmecken“ war das Motto, wobei der neue 11er Jahrgang im Mittelpunkt der Abende stand und einhelliges Lob erntete. Als Favorit kristallisierte sich wie in den Jahren zuvor schnell unser Spätburgunder-Rosé heraus. Er ist einfach der „Trend-Wein“ und verkörpert die Leichtigkeit des Seins.  Wer hiervon einen ausreichenden Vorrat im Keller hat, ist für die kommenden Frühlingstage bestens gerüstet. Neben den Fachgesprächen entwickelte sich natürlich auch im Verlauf des Abends die Gemütlichkeit und Entspannung,  die zum kultivierten Weingenuss dazu gehören.

Verkostung

Nachschub

Die ersten 11er Gewächse sind abgefüllt. Nach dem Abtrennen der Hefe im Januar  präsentieren sich die Weine nun stabil und werden den zweiten Teil der Reifung in der Flasche vollziehen. Zum Abfüllen mieten wir uns dabei eine vollautomatische Anlage. Diese sterilisiert die von uns gespülten Mehrwegflaschen zusätzlich noch einmal. Danach wird der Sauerstoff aus der leeren Flasche mit Kohlensäure verdrängt und der Wein vorsichtig eingefüllt. Mit dieser hochmodernen Technologie schützen wir unser wertvolles Wein-Aroma vor Verlusten und sichern Ihnen so eine bestmögliche Qualität.

Nach dem kalten Winter machen die jungen spritzigen Weine Lust auf den kommenden Frühling. Vor allem unser Spätburgunder-Rosé, der Renner der letzten Jahre, wird von vielen Weinfreunden bereits sehnsüchtig erwartet. Wir freuen uns jetzt schon darauf, die ersten Flaschen dieses Spitzenjahres mit unseren Kunden zu entkorken und sind gespannt auf Ihr Urteil.

Nachschub

Sticken

Das vergangene Jahr hat Spuren an den Rebanlagen hinterlassen. Der ein oder andere Holzpfahl hat sich verabschiedet und muss ersetzt werden. Nach dem Rebschnitt ist jetzt das Ausbessern der Unterstützungsvorrichtungen erforderlich. „Sticken“ wird diese Arbeit im moselfränkischen Dialekt genannt. Gemeint ist damit das Erneuern und Ausrichten der Pfähle, sowie das Nachspannen der Drähte.

Ziel dieser Arbeit ist es, den neuen Triebe eine stabile Unterstützung für ein gerades Wachstum in den kommenden Monaten zu bieten.

Sticken

Kraft der Natur

Die Temperaturen sind unerbittlich. Seit heute Morgen überzieht eine geschlossene Eisschicht die Mosel. Die Eisschollen der letzten Tage sind zusammengetrieben und an einander festgefroren. Die Schifffahrt wurde wegen Vereisung der Schleusen eingestellt, sodass die Eisdecke weiter zusammenwachsen kann. Natürlich ist das Eis noch nicht tragfähig zum Begehen oder Schlittschuhlaufen, aber der Gedanke daran lässt uns den frostigen Zeiten doch positive Züge abgewinnen. Mit einem leichten Schmunzeln verfolgen wir derzeit die neue Diskussion über den Klimawandel. Zwei Wochen tiefe Temperaturen und schon verwechseln die Journalisten das Wetter mit dem Klima. Als Winzer denken wir da in längeren Perioden und diese Winterepisode wird die langfristige Erwärmung unseres Planeten sicherlich nicht in Frage stellen können.

Kraft der Natur