
Ein früher Reifebeginn und starker Regen machten die Ernte zur Herausforderung, doch dank großem Einsatz konnte sie erfolgreich abgeschlossen werden. Erste Kostproben zeigen vielversprechende Frucht und Frische.
Ein trocken-warmer August bescherte uns in diesem Jahr eine frühe und rasche Reife der Trauben. Bereits Mitte August konnten die ersten Beeren genascht werden – ein Vorgeschmack auf das, was kommen sollte. Der Lesestart am 10. September war zwar ungewöhnlich früh, kam aber nicht überraschend.
Leider hielt das trockene Wetter nicht bis zur Weinlese durch. Im September schlug die Wetterlage um und brachte uns fast 160 mm Regen – mehr als das Zweieinhalbfache des langjährigen Monatsdurchschnitt! Die Folge: Die Beeren begannen aufzuplatzen. Der austretende Saft in Kombination mit den warmen Temperaturen bot ideale Bedingungen für Fäulnis.
Da half nur eins, Ärmel hochkrempeln und die Ernte so schnell wie möglich sichern. Alle packten mit an. Unsere beiden Auszubildenden Anne und Elena bewiesen echte Frauenpower – sie scheuten weder Spätschichten noch Wochenendeinsätze und ernteten mit vollem Einsatz. Selbst die kleinste Helferin im Hause Scholtes, Nora, war in Begleitung von Lena mit Begeisterung dabei. Wo die Fäulnis bereits fortgeschritten war, wurde sorgfältig von Hand selektiert. Parallel dazu konnten die gesunden Weinberge in den frühen Morgenstunden maschinell mit dem Traubenvollernter gelesen werden.
Nach knapp drei Wochen mit wenig Schlaf, aber viel Engagement, konnten wir die intensive Ernte am 2. Oktober abschließen. Müde, aber glücklich blicken wir nun auf die Weinlese 2025 zurück.
Momentan befinden sich die meisten Weine noch in der Gärung. Doch die ersten Kostproben sind vielversprechend, feine Fruchtkomponenten und frische Gäraromen lassen uns voller Vorfreude auf die 2025er Weine blicken. Der kräftezehrende Einsatz hat sich also rundum gelohnt.

